Psychiatrie

Die Psychiatrie ist die Lehre von den Erkrankungen der Seele. Sie dient der Erkennung und Behandlung von seelischen Erkrankungen und Störungen.

Organische Erkrankungen, die beweisbar das Gehirn befallen, wie entzündliche Hirnerkrankungen, Demenz oder auch Durchblutungsstörungen, Vergiftungen, Infektionen oder Auswirkungen internistischer Erkrankungen führen zu seelischen oder geistigen Auffälligkeiten mit Denkstörungen, Konzentrations- und Auffassungsstörungen, Verwirrtheit und anderen Symptomen. Hier handelt es sich um die so genannten organischen Psychosen.

Die so genannten endogenen Psychosen stellen seelische Erkrankungen dar, bei denen es sich meistens um Schizophrenien oder Depressionen handelt. Hier ist die organische Ursache nicht so eindeutig zu beweisen. Es können auch genetische Aspekte eine Rolle zur Entwicklung dieser Erkrankungen spielen. Andererseits sind die Erkrankungen auch von widrigen Lebensumständen, konfliktträchtigen Familienkonstellationen oder anderen traumatisierenden Umständen ausgelöst.

Zu den organischen und endogenen Psychosen kommt eine dritte Gruppe psychiatrischer Krankheitsbilder, die in Variationen normalen seelisch-geistigen Wesens entsprechen. Hierzu gehören abnorme Erlebnisreaktionen, Neurosen, Psychopathien.

Die meisten seelischen Erkrankungen lassen sich gut therapieren. Organische Psychosen werden ihrer Ursache entsprechend behandelt. Depressionen und Schizophrenien sprechen auf Psychopharmaka gut an. Viele Patienten mit diesen Erkrankungen können geheilt werden.

Psychotherapie ist bei fast allen psychiatrischen Krankheitsbildern hilfreich und heilend. Dabei helfen viele der verschiedenen Methoden der Psychotherapie.

Häufige psychiatrische Erkrankungen sind beispielsweise Depressionen, Angsterkrankungen, neurotische Entwicklungen, Schizophrenien, Demenzen, Suchtkrankheiten.